Stirb &
Werde
Ich beginne meine Karriere als Journalist. Mit viel Herzblut und dem Gefühl der Berufung. Leiten lasse ich mich zunächst von Rudolf Augsteins Klassiker unter den journalistischen Maximen: Sagen, was ist. Als Marketingjournalist wird mir allerdings bald klar: Sagen, was ist, das ist in der Kommunikation nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte: Sagen, was nützt.
Da ich in meiner Branche nicht als halber Experte unterwegs sein will, wechsele ich in die Unternehmens-PR. Ein echter Rollenwechsel. Doch da muss ich durch, denn wer am Alten festhält, kann das Neue nicht umarmen.
Die nächste Challenge ist die Selbstständigkeit. Eine Fahrt in unsichere Gewässer und doch deutlich unproblematischer als der Wechsel vom Journalismus in die PR. Ich bin seit jeher eher Team „Freiheit und Verantwortung“, über Sicherheit denke ich nach, wenn’s brenzlig wird. Im Rückblick ist die Entscheidung für das Unternehmertum ein echter Entwicklungs-Turbo für mich. Denn jedes neue Projekt ist ein Schritt nach vorn, mit jedem neuen Kunden lerne ich dazu.
Was kann ich von Ihnen lernen?

Einer muss den Job ja machen
Aber der Reihe nach. Spulen wir den Film des Lebens einfach mal um 26 Jahre zurück. Ich bin damals in der Endphase meines Politikstudiums an der LMU München. Parallel engagiere ich mich bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern. Natürlich wollen alle „irgendwas mit Medien“ machen. Was genau weiß noch kaum einer, doch immer wieder höre ich diesen Satz: „Thematisch würd ich alles machen – außer Wirtschaft halt.“ Ich denke: „OK, dann muss ich wohl ran – einer muss den Job ja machen.“
Wie Wirtschaftsjournalismus geht, lerne ich als Volontär bei Horizont in Frankfurt am Main. Ich besuche die Journalistenschule in Hamburg und habe Stationen bei der Financial Times Deutschland und im Wirtschaftsressort der Frankfurter Rundschau. Später erscheinen auch Texte von mir in der Süddeutschen Zeitung, der Zeit und in der Welt.
Vom Journalismus in die Unternehmenskommunikation
Journalist zu sein, ist einer der großartigsten Berufe der Welt. Für mich wird es dennoch irgendwann Zeit für eine neue Herausforderung. Und wie gesagt: Ich will die andere, die dunkle, unbekannte Seite des Mondes erkunden. Und in einem internationaleren Umfeld arbeiten, das will ich auch. Letzteres finde ich direkt vor der eigenen Haustür: bei der Messe Frankfurt. Als Pressereferent für die weltweit größten Konsumgütermessen kommuniziere ich hier in fünf Sprachen – mit freundlicher Unterstützung des Übersetzer-Teams (Gab ja noch keine KI …). Next step: ProSiebenSat.1 in München, zunächst als Communications Manager dann als Senior PR-Manager. Mehr Verantwortung übernehme ich im Anschluss als Leiter Kommunikation und Pressesprecher bei der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung.
Plötzlich Freelancer: Aus Interim Management wird Dauerlösung
Sagen, was ist, na gut. Es ist … Zeit für ein offenes Bekenntnis: Eine längere Selbstständigkeit war nicht Teil meines Karriereplans (den gab es auch nicht). Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Bei mir war es so: Nach einer kreativen Pause, die ich eingelegt hatte, um ein Buch zu schreiben, meldet sich eine Bekannte: Ob ich als freiberuflicher Interimsmanager die Pressestelle vor FriendScout24 betreuen könne? Das Buch ist fertig, ich habe Zeit – ich sage zu. Ich rechne mit ein paar Monaten bei FriendScout24. Es werden zehn Jahre. Auch AutoScout24 kommt später dazu, noch heute einer meiner Kunden.
Im Kern geht es mir bei meiner Arbeit als PR-Freelancer darum, aus den Inhalten meiner Kunden einen echten kommunikativen Impact zu erzeugen. Meine Arbeitsschwerpunkte sind die klassische Pressearbeit, Thought Leadership, C-Level-Kommunikation, Data Storytelling, Ghostwriting und Corporate Media. Meine Kunden kommen schwerpunktmäßig aus Industrie, Consulting, Audit, Finance und der Digitalwirtschaft. Sie sind in einer anderen Branche tätig, wollen aber auch mehr Impact für Ihre Botschaften? Kein Problem, ich liebe neue Themen und Branchen! Schicken Sie mir einfach eine Nachricht, dann machen wir einen Gesprächstermin aus!
Ausgewählte Geschichten
5 Highlights aus 25 Jahren
01
Roter Teppich in die Medien für meinen neuen CEO
Ich unterstütze den frischgebackenen CEO eines europäischen Medienhauses bei seinen ersten Interviews überhaupt. Ich bereite die Gespräche detailliert vor, briefe meinen neuen Chef intensiv, begleite ihn in die Interviews und stimme die Texte sorgfältig mit den Journalisten ab. Am Ende haben wir die perfekten Clippings – ein Supereinstand für meinen CEO! 🚀
02
Ich und die spendablen Zwanzigtausend
Für die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung halte ich eine Fundraising-Rede in der Kölner Lanxess Arena vor 20.000 Mitarbeitern eines internationalen Unternehmens – auf Englisch! Die Belegschaft ist bereits in Partylaune, doch dann komme ich und dämpfe erstmal die Stimmung. Denn ich erzähle die Geschichte eines kranken Jungen, der in der Charité an Schläuchen liegt. Dabei halte ich einen Teddy in die Luft: „Von euch für ihn!“ Das berührt die Menschen – am Ende steht ein neuer Spendenrekord 💰. Und ein Teddy für den Jungen 🧸.
03
Porsche Consulting: Mit Vollgas zur Thought Leadership
Als externer Redaktionsleiter bei Axel Springer betreue ich mit meinem Team zwei Jahre das Porsche Consulting Magazin. Ein extrem anspruchsvoller Kunde, der aber von seinen Dienstleistern im Grunde nichts anderes erwartet als von sich selbst: Perfektion. Und die liefern wir ihm. Was Spaß macht: Ich kann meine Erfahrung als Journalist und mein Kommunikations-Know-how voll einbringen. Das Ergebnis: ein zufriedener Kunde, eine starke Thought-Leadership-Positionierung und ein Mega-Response auf den Social-Media-Kanälen 🎯
04
Prinz Harry, Meghan & Ich: Mit den Royals ins TV
Für FriendScout24 organisieren wir zur Hochzeit des Jahres das Public-Viewing-Event Prinz Harry, Meghan & ich 🤵♂️👰🏽♀️. Es ist der Place to be an diesem Tag, wenn man es nicht mehr in die St. George’s Chapel 💒 geschafft hat. Von Union Jack-Fähnchen und Bärenfellmützen💂🏻♀️bis hin zu Scones und Cutting the Cake – it’s as British as it gets bei uns in Munich. Die TV-Sender geben sich jedenfalls die Klinke in die Hand. Ja, ich will, denke ich. Noch Tage später habe ich zu Hause Konfetti im Bett.
05
Wirtschaftsprüfung: Ich erkläre eine Branche
Was Wirtschaftsprüfer machen? Davon hatte ich 2023 eher rudimentäre Vorstellungen. Dennoch übernehme ich im gleichen Jahr die Redaktion des Corporate-Blogs von Forvis Mazars. Ich entwickle Themen, redigiere Beiträge, schreibe LinkedIn-Posts, stimme mit den Experten ab. Am Anfang ist es hart, aber irgendwann beginnt es Spaß zu machen. Ich merke: Die Prüfer haben überall ihre Finger im Spiel. Wer ihren Job versteht, begreift, wie Unternehmen funktionieren 🤓. Und wir haben Erfolg – sogar die FAZ greift unsere Themen auf – yeah!
Was lernen wir voneinander?
Aus Erfahrung wird dann etwas Wertvolles, wenn daraus ein guter nächster Schritt entsteht.